Free 2 Play – Das Erfolgsmodell auf der gamescom?
Carim, am 16.08.2012 um 08:20 Uhr
Kostenlose Onlinegames sind zurzeit das erfolgreichste Geschäftsmodell der Videospielbranche. Dementsprechend viele Stände und Aufmerksamkeit erhalten die Spiele auf der diesjährigen Messe.
Spiele wie „Farmerama“ oder „Die Stämme“ wirken auf den ersten Blick simpel und nicht besonders ansehnlich. Dennoch können die kostenlosen Onlinespiele Registrierungs- und aktive Spielerzahlen verbuchen, von denen große Onlinegames wie World of Warcraft nur träumen können. Wie bereits erwähnt, sind free-2-play Games auf der Messe präsenter denn je. Fast die gesamte Halle 8 ist voll mit aufwändigen Ständen zu Spielen wie Firefall, World of Tanks oder Brick Force.
Natürlich kommt schnell die Frage auf, wie man mit kostenlosen Spielen Geld verdienen kann. Bei diesem Modell machen die Publisher meistens durch Werbebanner oder Mikrotransaktionen Einnahmen, das heißt: kleine Premiuminhalte gegen geringe Geldbeträge.
Viele Coregamer, zu denen ich mich auch zähle, wettern gegen solche Spiele, die oftmals voller Pop-ups seien und meistens schlecht aussähen. Zudem bemängeln viele die Oberflächlichkeit des Gameplays von einfachen Farmsimulationen und Tabellenspielen, die angeblich auch den letzten Casualgamer vor den Bildschirm locken sollen. Viele Gamer übersehen dabei, dass sich die free-2-play Sparte stark weiterentwickelt hat. Nicht nur, dass anfänglich improvisierte Projekte wie Die Stämme inzwischen professionell überarbeitet wurden, viele große Publisher haben ebenfalls free-2-play Games veröffentlicht. Ubisofts kostenloser Onlineableger seiner Siedler-Reihe erfreut sich ebenso großer Beliebtheit wie EAs Comicversion von Battlefield, Battlefield Heroes, oder Lord of Ultima. SimCity Social, die Facebookversion des Aufbauklassikers, erschien noch vor dem neuen Vollpreisspiel der Reihe. Außerdem wird auch ein Großteil des MMORPGs Star Wars: The Old Republic, das Abonenten bisher nur gegen eine monatliche Zahlung spielen konnten, ab Herbst kostenlos spielbar sein.
Auch heute ließ EA wieder Neuigkeiten zum Thema Free-2-Play verkünden. Electronic Arts bennent den bereits angekündigten zweiten Onlinetitel der klassischen Strategiefranchise, Command & Conquer Generals 2, in Command & Conquer um. Das kostenlose Downloadgame wird 2013 erscheinen und auf der Frostbite 2 Engine basieren, die auch hochwertige Vollpreistitel wie Battlefield 3 möglich macht. Free-2-Play wird dem Gaming nicht schaden, sondern es um eine weitere spannende Facette erweitern.
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