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Vom Konzept zur Umsetzung: Die Entstehung von Leo und Vincent

Autor und Regisseur Josef Fares spricht über Charakterentwicklung, Stunt-Koordination und Motion Capturing für A Way Out

Autor und Regisseur Josef Fares spricht über die Entstehung von Leo und Vincent – der Hauptcharaktere von A Way Out –, seine eigenen Motion-Capturing-Erlebnisse, interne Stunt-Koordination und die Entwicklung eines Videospiels aus dem Gefängnis-Genre.

Hi, Josef. Kannst du uns etwas über deine Arbeit an A Way Out erzählen?

Das ist schnell erklärt. Ich bin Autor und Regisseur von A Way Out. Die Idee dazu kam mir kurz nach Brothers – A Tale of Two Sons, und ich arbeite inzwischen seit ungefähr drei Jahren daran.

Das Spiel spielt in den frühen 1970ern. Vereinfacht das die Charakterstudien und die Entwicklung?

Dass das Spiel in den Siebzigern spielt, liegt hauptsächlich daran, dass diese Zeit gut zu der Geschichte passt, die es erzählt. Außerdem gab es damals noch keine Handys, und die Technik war noch nicht so fortschrittlich wie heute.

Gleichzeitig war es aber wichtig, das Spiel nicht zu sehr nach den Siebzigern aussehen zu lassen, weil das vom eigentlichen Spielerlebnis ablenken könnte. Die Spieler können sehen, dass das Spiel in den Siebzigern angesiedelt ist, aber es wird ihnen nicht zu offensichtlich oder plump vor Augen geführt.

Wie viel Zeit, Leidenschaft und Energie investiert Hazelight in die Charakterentwicklung?

Was soll ich sagen? Viele Leute wissen, dass ich mich A Way Out mit Leib und Seele verschrieben habe. Es ist mir wirklich wichtig und ich glaube daran, weil ich das Gefühl habe, dass wir mit diesem Spiel etwas ganz Besonderes erschaffen. Es erfordert jede Menge harte Arbeit – und damit meine ich nicht nur das Charakterdesign, sondern die gesamte Entwicklung des Spiels.

Ich kann nicht an einem Projekt arbeiten, wenn ich nicht leidenschaftlich daran glaube.

Macht die Entwicklung eines Spiels aus dem Gefängnis-Genre mehr Spaß als aus anderen Genres wie zum Beispiel Science-Fiction?

Ich glaube, die Spieler wollen sich grundsätzlich frei fühlen und das tun können, was sie möchten. Das Gefängnis-Genre nimmt ihnen einen Teil dieser Freiheit. Es erzeugt das Gefühl, in einer gefährlichen, aber auch aufregenden Umgebung eingesperrt zu sein.

Was Science-Fiction betrifft ... ich schätze, da Spiele aus diesem Genre normalerweise in der Zukunft angesiedelt sind, kann man wirklich verrückte Ideen entwickeln, ohne dass die Spieler sie allzu sehr hinterfragen.

Ich persönlich würde allerdings sagen, dass das Genre eines Spiels eigentlich keine Rolle spielt, solange man eine echte Leidenschaft dafür hat. Ich persönlich kann nicht an einem Projekt arbeiten, wenn ich nicht leidenschaftlich daran glaube.

Wie viele Designänderungen haben Leo und Vincent hinter sich?

Jede Menge. Sowohl Leo als auch Vincent wurden mehrfach überarbeitet, während wir auf der Suche nach verschiedenen Inspirationen für sie waren.

Wenn ich auf die Anfänge beider Charaktere zurückblicke, unterscheiden sie sich heute deutlich davon. Wir haben mit verschiedenen Frisuren experimentiert, Bärte hinzugefügt und wieder entfernt und unterschiedliche Looks ausprobiert – das alles war Teil unseres Prozesses.

In Leos Fall haben wir (etwa ein Jahr, nachdem wir mit der Entwicklung begonnen hatten) entschieden, dass sein Gesicht auf dem meines Bruders, des Schauspielers Fares Fares, basieren sollte. Was ich am Gesicht meines Bruders mag, ist, dass es sehr ausgeprägt und markant ist – und deshalb wollten wir mit ihm arbeiten.

In technischer Hinsicht ging es darum, die richtigen Animationen zu finden, und uns zu überlegen, wie sie sich ausdrücken würden und welche individuellen Bewegungen und Bewegungsabläufe sie haben sollten.

Wie habt ihr einen Kontrast zwischen Leo und Vincent erzeugt?

Nun ja, Leo und Vincent haben vollkommen unterschiedliche Persönlichkeiten. Sie reagieren auf ihre Weise auf bestimmte Situationen, interagieren anders mit ihrer Umwelt und sind von verschiedenen Dingen genervt.

Leo ist ein äußerst geradliniger Typ, der schnell aufbrausend werden kann, während Vincent eher ruhig, cool und entspannt ist und lieber zweimal nachdenkt, bevor er etwas unternimmt.

Eine weitere Möglichkeit, ihre jeweilige Persönlichkeit auszudrücken, war die Wahl ihrer Kleidung, auch wenn wir durch das Gefängnis als Schauplatz etwas eingeschränkt waren. In dieser Umgebung ist die Kleidung nämlich ziemlich einheitlich.

Wie hilfreich ist es für die Produktion, das Motion Capturing und die Stunts selbst zu übernehmen?

Sehr hilfreich. Da wir die Charaktere spielen, können wir es genau so machen, wie wir es haben wollen. Ich habe sämtliches Motion Capturing für Leo übernommen, und unser Studio Manager, Oskar Wolontis, für Vincent.

Wir haben aber nicht nur das komplette Motion Capturing selbst gemacht, sondern auch die Stunts für das Spiel. Da wir keinen Stuntman hatten, wurden all die Sprünge, Kämpfe und alles andere, was die Spieler im Spiel sehen werden, komplett von uns ausgeführt. Es war ziemlich hart, aber wir haben es durchgezogen, auch wenn wir uns dabei ein paarmal verletzt haben.

Wenn man leidenschaftlich an etwas glaubt, ist man bereit, alles dafür zu tun. Das schließt auch lange Motion-Batch-Sessions mit ein, in denen wir fast zwanzig Stunden lang jede nur mögliche Animation und Bewegung aufgenommen haben: von Kriechen über Ducken bis hin zu Sprinten und Joggen.

Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich diesen Motion-Capturing-Anzug getragen habe, aber es war eine irrsinnig lange Zeit – ich schätze also, ich bin jetzt ein Mo-Cap-Experte. Wir haben sogar einige ziemlich verrückte Stunts gemacht, die eigentlich garantiert nur von Profis ausgeführt werden sollten!

Wie war es, auf der E3 2017 die Reaktionen der Spieler auf Leo, Vincent und das Spiel zu erleben?

Es war einfach großartig. Alle waren begeistert, aber ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir solche Reaktionen und so viel Aufmerksamkeit erhalten würden – was natürlich wirklich schön war! Wenn man so hart an etwas arbeitet und dann sieht, wie sehr es die Leute mitreißt, ist das ein fantastisches Gefühl.

Was für eine Verbindung sollen die Spieler zu Leo und Vincent haben?

Ha, ha, ha! Wenn ihr eure Beziehung zu jemandem auf die Probe stellen wollt, solltet ihr A Way Out spielen!

Wer würde einen Kampf zwischen Leo und Vincent gewinnen?

Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher ... Ich meine, Leo weiß, wie man kämpft, aber Vincent ist auch ein ziemlich harter Kerl ... Ich denke, es wäre relativ ausgeglichen.

 

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