Vincent Pontbriand im Gespräch

Vincent Pontbriand, General Manager bei EA Motive, über die aufregende Zukunft der Spielebranche.

In eigenen Worten

Seit der Gründung im Jahr 2015 hat Motive Studios eine aufregende Entwicklung durchgemacht. Eine Verlangsamung des rasanten Wachstums ist nicht abzusehen. Star Wars Battlefront II ist ein Gemeinschaftsprojekt von Motive, DICE und Criterion Games und der erste Spiele-Launch des Studios überhaupt. Wir haben uns kurz vor der Veröffentlichung mit Vincent Pontbriand, dem General Manager bei Motive, getroffen. Er erzählte uns, was ihn antreibt und was ihn an der Gaming-Branche am meisten begeistert.

Schildere unseren Lesern, die dich vielleicht noch nicht kennen, doch einmal kurz deine Aufgabe bei Motive.

Als General Manager des Studios habe ich die nicht nur die Verantwortung für alle organisatorischen Funktionen, sondern führe zudem die Teams, die unsere Spiele entwickeln. Da wir ein junges Studio sind, ist es auch meine Aufgabe, eine Unternehmenskultur, unsere Vision und Werte mitzuprägen. 

 

Motive war ja für die Entwicklung der Einzelspielerkampagne von Star Wars Battlefront II verantwortlich. Das klingt echt spannend! Wie würdest du den Fans diese Erfahrung beschreiben?

Es war eine unglaubliche Chance: In Zusammenarbeit mit Lucasfilm konnten wir eigene Ideen zu einer echten, brandneuen Story aus dem Star-Wars-Universum beitragen. Gleichzeitig waren wir damit beschäftigt, unser Studio und Team in Montreal aufzubauen, Prozesse zu etablieren und zu verbessern und vieles mehr. Man kann sich vorstellen, dass das eine echte Herausforderung war, aber ich denke, wir haben sie gut gemeistert. Die Ergebnisse, die man jetzt sehen kann, waren jede Mühe wert!

„Der Innovationsgeist in der Branche ist ungebrochen. Aktuell kann man gerade im Bereich Indie-Games und -Apps einen Blick in die Zukunft erhaschen.“

Wie würdest du eure Teamkultur beschreiben?

Zurzeit sind wir noch in der Findungsphase. Unser Studio wächst, und wir müssen uns alle noch kennenlernen. Von daher fühlt es sich ein bisschen so an, wie bei einem Start-up. Bei uns im Studio arbeiten Menschen aus aller Welt, aber auch Leute aus der Region. Alle haben das Ziel, zusammen etwas Neues zu schaffen, und im Moment scheint noch alles möglich. Ich liebe das!

Was treibt dich persönlich als Führungskraft an?

Es macht mir großen Spaß, mit talentierten, kreativen Menschen zu arbeiten, die verrückte Ideen haben und auch durchziehen. Natürlich ist es schön, klare Zielvorgaben und Strukturen zu haben. Aber mir gefällt auch die Herausforderung. Wenn man Hindernisse überwindet und am Ende ein starkes Ergebnis herauskommt, fühlt sich das gleich doppelt so gut an.

 

Motive stehen ja offensichtlich aufregende Zeiten bevor. Worauf bist du am meisten gespannt (ohne jetzt Betriebsgeheimnisse zu verraten)?

Zunächst einmal ist natürlich der Launch unseres ersten gemeinschaftlich entwickelten Projekts eine Riesensache für das ganze Team. Immerhin war es eine lange Reise: Anfangen mit der Einarbeitung in die Frostbite-Engine, die zu den fortschrittlichsten Engines der Branche zählt, hin zur Arbeit an einem so beliebten Franchise wie Star Wars. Wir haben unfassbar viel dabei gelernt und werden davon auch in Zukunft profitieren. Aktuell stehen schon neue Projekte in den Startlöchern. Unter anderen werden wir einen Originaltitel von Grund auf neu entwickeln. Mit diesem Projekt wollen wir das Action-Adventure-Genre neu ausloten und stellen hierfür gerade Teams und Technologien zusammen. Das Projekt ist für uns also eine Riesenchance.

Du arbeitest seit über zwanzig Jahren in dieser Branche. Welche Trends findest du zurzeit am interessantesten?

Spiele sollten für mich nicht nur Spaß oder gute Unterhaltung liefern, sondern eine Möglichkeit sein, dem Alltag zu entfliehen und Fantasien zu leben, die sich mit anderen Medien nicht oder nur schwer umsetzen lassen.

Natürlich begeistere ich mich immer für neue Technologie. In den letzten Jahren ist ja gerade in Sachen Sensorik und Immersion unglaublich viel passiert, und damit sind auch neue Genres entstanden. Die Spielebranche ist traditionell stets ganz vorne mit dabei, was die Adaption neuer Technologien angeht. Seien es der Onlinebereich, 3D-Audio und -Grafik, Physik-Engines, Motion Capture, Touch-Eingaben, Mobilgeräte, Wearables, Streaming, Cloud-Technologie, VR oder AR – und die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Der Innovationsgeist in der Branche ist ungebrochen. Aktuell kann man gerade im Bereich Indie-Games und -Apps einen Blick in die Zukunft erhaschen. Meistens dauert es etwas, bis diese Trends den Weg in die Mainstream-Spiele finden. Oft muss die Technologie erst erschwinglich und werden und genug Verbreitung finden.

Ich persönlich bin sehr gespannt, was neue, disruptive Technologien wie künstliche Intelligenz uns und unseren Spielern bringen werden.

 

Wenn du eine Superkraft haben könntest, welche wäre das?

Ich würde komplett furchtlos sein.

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