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Frauen im Fußball: Kim Hunter läuft für FIFA 19 auf

Senior Game Designer Katie Scott spricht über die Bedeutung von Diversität bei der Charaktererstellung für The Journey: Champions in FIFA 19

In eigenen Worten

Weltweit wächst die Popularität des Frauenfußballs in überwältigender Weise. Der Frauenfußball wächst unaufhaltsam, und das lässt sich nicht mehr übersehen. Die UEFA hat die Förderung des Frauenfußballs um 50 Prozent erhöht,und auch die FIFA hat eine globale Initiative zur stärkeren Einbindung von Frauen in die Wege geleitet. FIFA 19 hat mit der ersten spielbaren weiblichen Heldin der Spielereihe, Kim Hunter, in The Journey: Champions* Geschichte geschrieben. Wir haben uns mit Senior Game Designer Katie Scott über die Erschaffung von Kim Hunter unterhalten und darüber gesprochen, wie EA Frauen in FIFA 19 integriert hat.

Die Anfänge

Das FIFA-Entwicklerteam legte bei der Entwicklung der The Journey-Trilogie einen der Schwerpunkte auf die realistische Abbildung des Frauenfußballs.

"Als wir begannen, über das Erzählen einer Geschichte in FIFA nachzudenken, hatten wir von Anfang an den Plan, unterschiedliche Gesellschaftsgruppen zu zeigen", so Katie Scott. "Unser Narrative Director Matt Turner formulierte es so: 'Wir haben uns bei der Erschaffung einer realen Geschichte für das Prinzip der Diversität entschieden, weil das ganz einfach die Lebensrealität ist'."

The Journey begann in FIFA 17 zunächst mit einer Story rund um die fiktionale Figur Alex Hunter. Der Sohn einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters kämpfte um seinen Platz in der englischen Premier League. Dass sein Vater, selber ein Ex-Profi, seine Familie einst verlassen hatte, machte ihm die Aufgabe nicht gerade leichter.

Konzeptdesign für Alex Hunters Mutter, Catherine Hunter

Der Test

Nachdem das Team mit The Journey bereits erste wichtige Schritte zur Abbildung der gesellschaftlichen Vielfalt unternommen hatte, wurde Scott nach einem Besuch aus dem Disney-Studio deutlich, dass es noch eine Menge Spielraum gab. 

"Julie Ann Crommett besuchte uns Anfang des letzten Jahres zu einem Vortrag. Sie sprach über einige Filme und Fernsehserien, die sie im Verlaufe ihrer Karriere im Hinblick auf deren Diversität untersucht hatte, und bei denen sie erhebliche Probleme gefunden hatte", sagte Katie Scott. "Manche Fernsehserien hatten zwar beispielsweise eine weibliche Hauptfigur. Bei den Nebenrollen war dann jedoch keine einzige weitere Frau vertreten."

Die Idee, die Darstellung und Häufigkeit von Frauen in den Medien zu untersuchen, erhielt zuletzt durch den Bechdel-Test viel Aufmerksamkeit. Die Regeln dieses Tests sehen so aus:

  1. Es muss mindestens zwei weibliche Figuren geben
  2. Diese beiden Figuren müssen sich miteinander unterhalten
  3. Bei ihren Unterhaltungen muss es um ein anderes Thema als Männer gehen

Es ist dem FIFA-Team sehr wichtig, Rahmenbedingungen wie den Bechdel-Test zu schaffen, die eine bessere Repräsentation fördern. Die Abbildung der gesellschaftlichen Diversität ist beim Designprozess des Teams aus vielerlei Gründen mittlerweile ein entscheidender Faktor. Es ist eine der größten Stärken der Medien, dass sie den Menschen den Blick auf andere Menschen ermöglichen. Hinzu kommt der Anspruch, der sich im EA SPORTS-Motto "It’s In The Game" widerspiegelt: Frauen spielen im realen Leben Fußball, und alle EA SPORTS-Spielereihen haben es sich zum Ziel gesetzt, ihren jeweiligen Sport so präzise wie möglich abzubilden.

Es kommt nur selten vor, dass die Medien Jungen und Männer dazu ermuntern, sich komplett mit weiblichen Figuren zu identifizieren.

"Für die Fans unserer Spiele ist die Repräsentation sicher aus verschiedenen Gründen wichtig. Aber egal wie diese Gründe auch aussehen, es steht auf jeden Fall fest, dass die Repräsentation enorm wichtig ist", so Scott.

"Die Organisation feminist frequency hat auf eine hervorragende jährliche Analyse der E3-Spiele hingewiesen, die sich mit den dargestellten Genderrollen beschäftigt. In dieser Analyse gab es eine faszinierende Aussage: 'Es kommt nur selten vor, dass die Medien Jungen und Männer dazu ermuntern, sich komplett mit weiblichen Figuren zu identifizieren. Wenn die Spieler dazu ermuntert werden, das Spieluniversum ausschließlich mit den Augen einer weiblichen (Menschen-)Figur zu sehen, untergräbt das die Idee, dass Männer sich nicht mit Frauen als menschliche Wesen mit all ihren Facetten identifizieren können (oder sollen).' Ich finde, das ist eine sehr wichtige Gelegenheit, die Empathie unserer Spieler zu prägen."

Alex Hunter, Kim Hunter und Danny Williams

Als Katie Scott sich sämtliche Szenen des Spiels ansah, fiel ihr auf, dass in den Büros, auf den Trainingsplätzen, in den Stadionkatakomben und sogar bei Frauenfußballspielen kaum (oder sogar überhaupt keine) weiblichen Hintergrundcharaktere vertreten waren. Es kam ihr vor, als fehlte den weiblichen Figuren Tiefe bzw. Authentizität, weil ihnen zu wenige Ressourcen und zu wenig Aufmerksamkeit zugewiesen worden waren.

Als Scott diese Erkenntnisse und Fakten gewonnen hatte, machte sie sich daran, eine Diversitäts-Einschätzung zu erstellen. Mithilfe dieser Einschätzung wurde authentische Diversität beim Erschaffen von Storys, Figuren und Produkten stärker in den Mittelpunkt gerückt.

"Als diese Analysen innerhalb von EA verbreitet wurden, war das Feedback außerordentlich positiv", sagte Katie Scott. "Dabei kristallisierten sich vor allem drei zentrale Aspekte heraus. Wie können wir die authentische Abbildung unterschiedlicher demografischer Realitäten sicherstellen? Übertragen wir irgendwelche unterbewussten Vorurteile in unsere Spielstorys? Wie oft versuchen wir, in unseren Spielen die Storys unterrepräsentierter Menschen darzustellen?"

Kim Hunter betritt die Bühne

Vor diesem Hintergrund erhielten Diversität und die Abbildung unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen einen ebenso hohen Stellenwert wie beispielsweise die Budgetvergabe oder die Nachforschungen bezüglich des Benutzererlebnisses beiThe Journey: Champions.

"Das Resultat all dieser Überlegungen war eine absolut fantastische Figur, nämlich Kim Hunter", so Katie Scott. "Eine echte weibliche Figur voller Stärke, Authentizität und Realismus."

"Erreiche das Maximum der Persönlichkeit: FRECH" - Eine der zahlreichen Anpassungsoptionen für Kim Hunter

Frauen wurden bei sämtlichen Aspekten des Skripts und der Story einbezogen, was immer wieder zu Diskussionen über Kims Ingame-Spielmechanik führte. Als Figur unterscheidet sich Kim deutlich von Alex, also musste das Spiel diesen Unterschied auch berücksichtigen. Sie lebt sozusagen in einer völlig anderen Welt. Einer Welt, in der ihr Alter und ihre Persönlichkeit auch ihre Kommunikation prägen. Während Alex entweder hitzköpfig oder cool ist, ist Kim daher entweder frech oder nerdig. 

Neben den Anpassungen in Sachen Persönlichkeit wurden auch auf dem Rasen Anpassungen vorgenommen. Das Team legte bei den Spielerinnen großen Wert auf authentische Bewegungen, insbesondere in Cinematic-Szenen.

"In FIFA 16 hatten wir den Frauenfußball erstmals mit authentischen Bewegungen eingebaut", sagte Scott. "Dieses Jahr haben wir uns, passend zum überragenden Gameplay, stark dafür eingesetzt, weibliche Animationen auch in Cinematic-Szenen authentisch darzustellen."

Ein 3D-Detailmodell von Kim Hunter

Alex Morgan, Co-Kapitän der US-Frauennationalmannschaft, war ebenfalls ein wichtiger Einfluss für Kim Hunters Welt inThe Journey.

"Alex gab immer wieder Kommentare wie 'So würde ich das nicht sagen' oder 'So würden wir das nicht machen' ab", sagte Katie Scott. "Alex erklärte uns im Detail, wie das Team aufs Spielfeld geht oder wie das Team der Trainerin zuhört. Sie machte viele Vorschläge und arbeitete eng mit uns zusammen. Dank ihrer grandiosen Beiträge konnten wir inThe Journey: Champions eine authentische Story erzählen, die auf realen Erfahrungen basiert."

______________________

* The Journey: Champions ist nur auf PlayStation®4, Xbox One und PC verfügbar.

Diversität und Einbeziehung sorgen für Innovationen und geben allen Mitarbeitern die Chance, ihren persönlichen Beitrag zu maximieren und ihr volles Potenzial zu entfalten, sodass ein begeisterndes Spielerlebnis entstehen kann.

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